Das gemeinnützige Unternehmen Arche Guntrams kümmert sich um Natur-, Tier- und Artenschutz im regionalen Umfeld. Im Mittelpunkt steht das Ziel,  Nachhaltigkeit zur zentralen Leitlinie für künftiges Gestalten und Wirtschaften zu machen.

Die Arche Guntrams betreut auch das Museum Kristallgarten Guntrams als Partner der NÖ Card und organisiert nachhaltige Renaturierungs- und Monitoring-Projekte  im Sinne des Naturschutzes.

Das Wort Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. In der Werbung verkommt es nicht selten zur Worthülse. Das liegt vielleicht auch daran, dass Nachhaltigkeit ein vielschichtiger Begriff ist.

Was ist nachhaltiger:
– Ein Bio-Betrieb in Sizilien, der seine Zitrusfrüchte über Tausende von Kilometern zum Kunden transportiert?
– Oder ein Bauernhof in der Buckligen Welt, der nicht biologisch zertifiziert ist, aber seine Erntefrüchte nur im regionalen Umfeld anbietet?

Wir meinen: Biologisches Wirtschaften und Achtung für das regionale Umfeld sollten beide selbstverständlich sein!
Darüber hinaus fährt auf Gut Guntrams kein Dieseltraktor durch die Obstgärten, sondern ein elektrisch betriebener; er wird aus der hofeigenen Photovoltaikanlage mit Sonnenstrom versorgt. Auch die die naturnahe Veredelung der Erntefrüchte sind weitgehend CO2-neutral.

Die Arche Guntrams beginnt ferner, ein Stück Auwald am Fluss der Schwarza zu renaturieren. Das Ziel ist es, die Artenvielfalt in diesem Habitat wieder deutlich zu erhöhen.

Arche Guntrams gemeinnützige GmbH
Guntrams 11
2625 Schwarzau am SteinfeldATU75135257
FN 525833 Wr. Neustadt
Bankverbindung: IBAN AT163264700004014494 BIC: RLNWATW1647

Die Leitlinien der Arche Guntrams:

“Small, slow, short & simple“ sind die neuen vier Leitlinien, die der Gründer der Arche Guntrams, Stefan M. Gergely, in einem demnächst erscheinenden Buch wie folgt präsentiert: „Small“ steht für überschaubare Einheiten, „slow“ für eine neue Bedächtigkeit, „short“ bezieht sich auf die Vorzüge kurzer Verkehrswege und „simple“ auf einfache technische Strukturen und Geräte.

Für den 1909 in Salzburg geborenen Nationalökonomen Leopold Kohr war die schiere Größe das zentrale Problem der menschlichen Gesellschaft. Eine humane Lebenswelt müsse vielmehr nach den Maßen des Menschen gestaltet sein: So entstand der Slogan „small is beautiful“.

Für den Autor Manfred Osten hat schon Johann Wolfgang von Goethe zu Übereilung und Entschleunigung erstaunlich Zeitgemäßes geschrieben: „alles veloziferisch“, nannte es Goethe. „Die Probleme einer Gesellschaft, die sich über ihre optimale Größe hinaus entwickelt“, predigte auch Kohr, „wachsen . . . mit der Zeit rascher als die menschliche Fähigkeit, mit ihnen fertig zu werden“ – daher „slow is beautiful“.

Die Unterwerfung unter das Diktat der billigsten Gestehungskosten führt drittens zu einem dramatischen Anstieg der weltweiten Gütertransporte. Die damit verbundenen Umweltschäden sind in den Stückkosten aber noch immer nicht enthalten. Dagegen können sich Konsumenten nur wehren, indem sie beim Einkauf „short“ – also kurze Transportwege –bevorzugen.

Schließlich machen undurchschaubare Strukturen und überzogene technische Normen unser Lebensumfeld immer komplexer. Das Bargeld soll abgeschafft werden, Bankfilialen schließen und im Gegenzug wird online-Banking so kompliziert, dass viele Menschen schon bei der Anmeldung ins System scheitern. Warum braucht bald jede Kleinfirma einen IT-Beauftragten? „Simple is beautiful“ steht daher für einfache und transparente technische Anwendungen sowie für autarke Einheiten, die auch ohne Vernetzung lebensfähig sind.

Small, slow, short & simple: “Diese vier Leitlinien sind mein Kompass für die Gestaltung der Zukunft” so Gergely. Gegenspieler sind der vermeintliche Zwang zum wirtschaftlichen Wachstum und die angeblich systemimmanenten, immer schneller werdenden Änderungen unseres Lebensumfelds, die den Fortschritt zum Fortsturz entarten lassen. Gleichwohl sind überschaubare Größe, angemessenes Tempo, kurze Transportwege und einfache technische Anwendungen erreichbare Ziele.