Das gemeinnützige Unternehmen Arche Guntrams widmet sich dem Natur-, Tier- und Artenschutz im regionalen Umfeld: Wie kann Nachhaltigkeit zur zentralen Leitlinie für künftiges Gestalten und Wirtschaften werden?

Zweck der gemeinnützigen Arche Guntrams ist der Natur-, Pflanzen- und Tierschutz, die Führung und Betreuung des Museums Kristallgarten Guntrams (Partner der NÖ Card), Organisation und Mitarbeit an nachhaltigen Renaturierungs- und Monitoring-Projekten  im Sinne des Naturschutzes sowie weitere Ziele gemäß Gesellschaftsvertrag. Die Arche Guntrams kooperiert dabei mit dem landwirtschaftlichen Betrieb Gut Guntrams.

Das Wort Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. In der Werbung verkommt es nicht selten zur Worthülse. Das liegt vielleicht auch daran, dass Nachhaltigkeit ein vielschichtiger Begriff ist.
Was ist nachhaltiger:
– Ein Bio-Betrieb in Sizilien, der seine Zitrusfrüchte über Tausende von Kilometern zum Kunden transportiert?
– Oder ein Bauernhof in der Buckligen Welt, der zwar nicht biologisch zertifiziert ist, der jedoch seine Erntefrüchte nur im regionalen Umfeld anbietet?
Wir meinen: biologisches Wirtschaften und die Bedachtnahme auf das regionale Umfeld sollten beide eigentlich selbstverständlich sein. Aber auch das reicht nicht aus: Auf Gut Guntrams fährt zum Beispiel kein Dieseltraktor mehr durch die Obstgärten, sondern ein elektrisch betriebener- er wird aus der hofeigenen Photovoltaikanlage mit Sonnenenergie versorgt. Auch die die naturnahe Veredelung der Erntefrüchte soll möglichst CO2-neutral gestaltet werden.

In naher Zukunft wird die Arche Guntrams ein Stück Auwald am Fluss der Schwarza renaturieren. Das Ziel ist es, die Artenvielfalt in diesem Habitat wieder deutlich zu erhöhen.

Die Arche Guntrams gemeinnützige GmbH ist nicht auf Gewinn ausgerichtet und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke gemäß § 35 BAO in der derzeitigen Fassung.

Arche Guntrams gemeinnützige GmbH
Guntrams 11
2625 Schwarzau am SteinfeldATU75135257
FN 525833 Wr. Neustadt
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Die Leitlinien:

“Small, slow, short & simple“ sind die neuen vier Leitlinien, die der Gründer der Arche Guntrams, Stefan M. Gergely, in einem demnächst erscheinenden Buch wie folgt präsentiert: „Small“ steht für überschaubare Einheiten, „slow“ für eine neue Bedächtigkeit, „short“ bezieht sich auf die Vorzüge kurzer Verkehrswege und „simple“ auf einfache technische Strukturen und Geräte.

Für den 1909 in Salzburg geborenen Nationalökonomen Leopold Kohr war die schiere Größe das zentrale Problem der menschlichen Gesellschaft. Eine humane Lebenswelt müsse vielmehr nach den Maßen des Menschen gestaltet sein: So entstand der Slogan „small is beautiful“.

Für den Autor Manfred Osten hat schon Johann Wolfgang von Goethe zu Übereilung und Entschleunigung erstaunlich Zeitgemäßes geschrieben: „alles veloziferisch“, nannte es Goethe. „Die Probleme einer Gesellschaft, die sich über ihre optimale Größe hinaus entwickelt“, predigte auch Kohr, „wachsen . . . mit der Zeit rascher als die menschliche Fähigkeit, mit ihnen fertig zu werden“ – daher „slow is beautiful“.

Die Unterwerfung unter das Diktat der billigsten Gestehungskosten führt drittens zu einem dramatischen Anstieg der weltweiten Gütertransporte. Die damit verbundenen Umweltschäden sind in den Stückkosten aber noch immer nicht enthalten. Dagegen können sich Konsumenten nur wehren, indem sie beim Einkauf „short“ – also kurze Transportwege –bevorzugen.

Schließlich machen undurchschaubare Strukturen und überzogene technische Normen unser Lebensumfeld immer komplexer. Das Bargeld soll abgeschafft werden, Bankfilialen schließen und im Gegenzug wird online-Banking so kompliziert, dass viele Menschen schon bei der Anmeldung ins System scheitern. Warum braucht bald jede Kleinfirma einen IT-Beauftragten? „Simple is beautiful“ steht daher für einfache und transparente technische Anwendungen sowie für autarke Einheiten, die auch ohne Vernetzung lebensfähig sind.

Small, slow, short & simple: “Diese vier Leitlinien sind mein Kompass für die Gestaltung der Zukunft” so Gergely. Gegenspieler sind der vermeintliche Zwang zum wirtschaftlichen Wachstum und die angeblich systemimmanenten, immer schneller werdenden Änderungen unseres Lebensumfelds, die den Fortschritt zum Fortsturz entarten lassen. Gleichwohl sind überschaubare Größe, angemessenes Tempo, kurze Transportwege und einfache technische Anwendungen erreichbare Ziele.