Stein Holz

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Tisch aus einem 1,6 Tonnen schweren Stück versteinertem Baustamm aus dem Urwald in Indonesien.
Heute steht es am Waldrand von Guntrams 11.

 

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Links vorne im Bild ist versteinertes Stammstück einer tropische Tanne zu sehen.
Es kommt aus Arizona und ist rund 230 Millionen Jahr alt.

Die obigen Fotos zeigen seltene Exemplare von versteinertem Holz. Eine Auswahl von teils farbenprächtigem Exponaten ist im Guntramser Glashaus zu bestaunen. Die Exponate sind bis zu 300 Millionen Jahre alt. Die Beschreibungen der Schaustücke in der Vitrine stammen von dem Experten Peter C. Huber. Unterhalb der Vitrine ist inls ein großer versteinerter Ammonik aus Madagaskar und rechts ein Baumstamm der tropischen Tanne aus Arizona zu sehen.

Baumstämme gibt es seit vierhundert Millionen Jahren. Man weiß das von stummen steinernen Zeugen der Vergangenheit, die auf der ganzen Welt zu finden sind.  Einige Pflanzen sind längst ausgestorben. Niemand weiß, wie sie damals ausgesehen haben, weil von ihnen nur verkieselte Stamm- oder Wurzelreste übrig geblieben sind (einige davon sind in der oberen Etage der Vitrine zu sehen).

Am Beginn der Versteinerung uralter Wälder stand meist ein verheerender Vulkanausbruch – die Asche begrub die Stämme und schloss sie luftdicht ab. Über Jahrmillionen ließen chemische Prozesse diese Pflanzen hart wie Stein werden. Wer sie heute zersägt und schleift, bringt mitunter leuchtende Farben vom Vorschein, die mitunter eindrucksvoller sind als der schönste Marmor.

Versteinerte Hölzer sind Zeitzeugen dafür, dass Naturkatastrophen nicht nur plötzlicher Untergang, sondern auch Anlass für einen immer wieder und immer sehr langsamen Neubeginn sein können, und dass unser Planet immer noch blüht und gedeiht, allen Einschlägen von Meteoriten und jahrelangen Verdunkelungen der Atmosphäre nach Vulkaneruptionen zum Trotz.

 

Stein Klang

Dass man mit Steinen eindrucksvolle Klänge erzeugen kann, erscheint auf den ersten Blick unglaublich. Aber schon vor mindestens viertausend Jahren sind tönende Steine im asiatischen Kulturraum, in Zentralafrika und im Norden Südamerikas dokumentiert, sie gehören zu den frühesten Musikinstrumenten der Menschheit. Auch Hölzern, Metallen und Glasköpern lassen sich erstaunliche Klänge entlocken.

Guntrams am Steinfeld will eine Drehscheibe für Musiker, Klangtherapeuten und jenen Menschen werden, die an solchen Naturklängen Interesse haben. Eine mächtige Klangschale der Innsbrucker Glockengießer Peter und Johannes Grassmayr, die beim Eingang zum Produktionsraum ertönt, steht für dieses Engagement, genauso wie ein Klangtisch und ein riesiger Gong aus Edelserpentin, die von den Künstlern Beat Weyeneth und Rudolf Fritsche in der Ostschweiz gefertigt wurden.